Initiative
Das individuelle Büro
  • Cultural Velocity
  • Kommunikation
27.04.2020

Keine Frage: Die Verlagerung der gewohnten Arbeitsstätte in die eigenen vier Wände birgt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immense Herausforderungen. Zwar erleichtert die reibungslose elektronische Kommunikation im Team den Arbeitsalltag. Nichtsdestotrotz muss sich jeder in seinem neuen, ungewohnten Büro zurechtfinden. Wie das ganz individuell gelingen kann, wo die Hürden und Freuden des heimischen Arbeitsalltags liegen, erfahren Sie in unseren Homestories.

DAS BESTE DRAUS MACHEN

Theresia Rempel

Trotz dieser neuen, ungewohnten Situation gelingt es mir erstaunlich gut, meinen Arbeitsalltag zu strukturieren: Der Esstisch wird kurzerhand zum Schreibtisch. Calls finden auch hier wie gewohnt statt. Selbst spontane Anfragen können überraschend einfach erledigt werden, denn es sitzen nun mal alle im gleichen Boot. In mancherlei Hinsicht ist die Arbeitssituation sogar besser als vorher –  der neue Blick ins Grüne ist daran nicht ganz unschuldig. Die Mittagspausen und das „After Work“ gestalten sich bei mir jeden Tag gleich: Ein Spaziergang an der Alster (natürlich mit 2 Metern Abstand zu anderen Personen) macht den Kopf frei, bringt ausreichend Bewegung und viel frische Luft. Aber: Auch wenn ich das beste aus der aktuellen Situation mache und mein kleines Einzelbüro eigentlich gut funktioniert, freue ich mich sehr darauf, möglichst bald wieder in der Hongkongstraße zu sein und meine Kollegen zu sehen.          

ZEIT FÜR MEHR

Dana Bonefeld

Wir befinden uns derzeit in einer Ausnahmesituation. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Arbeitsalltag nicht eingeschränkt ist. Das morgendliche Gespräch mit meinen Kollegen, um in die Arbeit zu starten und up to date zu sein, erledigen wir über Skype. So habe ich das Gefühl, trotz Isolation immer noch nahe bei meinem Team zu sein. Viele Arbeiten und alle Abstimmungen laufen über Microsoft Teams – das funktioniert großartig. Ich finde sogar, dass ich mir über das Telefon viel mehr Zeit nehme, um dem Gegenüber auch einfach mal zuzuhören. Wir brechen grade aus dem Alltag aus. Das hat sehr schöne Seiten, wie etwa einfach mehr Zeit für meine Liebsten. Und unter uns: Wann gönnt man sich selbst mal so viel Erholung am Stück daheim, um komplett zu sich zu kommen? Statt der Anfahrt zur Arbeit mache ich morgens bissle Sport oder genieße die Sonne auf Balkonien. In der Mittagspause dreht man eine Runde in seiner Hood (die ich gerade neu entdecke) und abends hat man viel Energie, um sich seinen privaten To Dos zu widmen – schließlich sprintet man nicht mehr von Meeting zu Meeting. Natürlich werden die Arbeitstage bei aller Erholung auch mal länger, weil man in der Arbeit versackt und nicht mal mehr nach Hause fahren muss. Aber das zeigt mir einmal mehr, wie gut es funktioniert, sich wirklich in seine Arbeit zu vertiefen und die Zeit einfach zu vergessen.

BLICKKONTAKT HALTEN

Mandy Konzack

„Arbeit mal anders“ lautet zurzeit die Devise. Gerade noch in der Testphase, und schon sind die ersten Wochen am heimischen Schreibtisch vergangen. Mit meinem strukturierten Tagesplan starte ich derzeit jeden Morgen ganz diszipliniert um 7 Uhr zum Frühsport. Immer in Bewegung zu bleiben ist für mich auch im in der neuen Situation wichtig – als Ersatz für den täglichen Gang zur Poststelle, zu den Konferenzräumen, zu den Kollegen um sich abzustimmen oder nur um Hallo zu sagen. Eine Video- oder Telefonkonferenz, ein Hallo der Kollegen sorgen für den Zusammenhalt im Team trotz der Entfernung. Die Pause verbringe ich meist an der Alster oder auf meiner Terrasse. Meine kleinen Eichhörnchen dort zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht trotz der ungewissen Lage. Im heimischen Büro verliert man auch hin und wieder jedes Zeitgefühl und man arbeitet manchmal außerhalb der eigentlichen Bürozeit. Oder man vergisst, welcher Tag ist, wenn auch am Samstag der Wecker klingelt. In Gedanken bin ich natürlich oft bei meinen Liebsten. Zu deren und unser aller Wohl, arrangiere ich mich gern mit der derzeitigen Situation.

GEMEINSAM SIND WIR STARK

Daniel Block

Als Senior Recruiter bin ich für die Gewinnung von Nachwuchskräften für unsere Agentur zuständig. Auch wenn es auf dem Bild gerade nicht wirklich wie ein Büro aussieht, an diesem Tisch arbeite ich gerade. Hier lerne ich spannende Bewerber und Bewerberinnen kennen – natürlich nicht persönlich, sondern aufgrund der derzeitigen Situation nur virtuell. Der persönliche Kontakt zu Menschen fehlt mir derzeit wohl am meisten – nicht nur zu den Kandidaten und Kandidatinnen, sondern natürlich auch zu meinem tollen Team! Die täglichen Abstimmungstermine per Skype oder Teams sind für mich eine sehr willkommene Abwechslung. So merke ich, dass wir alle in einem Boot sitzen. In diesen Meetings geht es nicht nur um die klassischen beruflichen Themen, sondern wir sprechen auch über unsere Sorgen und teilen unsere Gedanken zur derzeitigen Situation. Einfach gesagt: Wir sind füreinander da!

Und genau deshalb macht mir die Arbeit bei der Initiative auch so einen Spaß!